Der Standort

Die Geschichte

Die Geschichte des Neustadtsgüterbahnhofs-Areals reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück: Nach dem Bau der Eisenbahnbrücke über die Weser wurde 1867 die Bahnstrecke Bremen-Oldenburg von der Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn in Betrieb genommen. Neben dem Bahnhof Neustadt für den Personenverkehr entstand in der Folge auch der Neustadtsgüterbahnhof für den Güterverkehr.

Mehr als 100 Jahre wurden hier Güter verladen und in alle Welt geschickt. Danach lag das Areal lange Jahre brach, bis Peper & Söhne das große Potenzial des innenstadtnahen Geländes erkannte und es von der Aurelis Real Estate, einer ehemaligen Tochter der Deutschen Bahn kaufte. Seitdem wird das 9 ha große Gelände aufgeräumt, damit an historischer Stelle in den nächsten Jahren modernes Arbeiten & Leben Einzug halten kann.

 

1887

Laut Dienstfahrplan für die Oldenburgische Staats-Eisenbahn vom 1. Juni 1887 machen zu dieser Zeit täglich fünf planmäßige Güterzüge am Neustadtsgüterbahnhof halt.
Quelle: Staatsarchiv Bremen


1907

Der Neustadtsgüterbahnhof braucht aufgrund des steigenden Transportbedarfs immer mehr Platz, so dass 1907 eine Erweiterung des Bahnhofs beantragt wird. Mit der Vergrößerung entstehen weitere Gleisanlagen sowie Lagerplätze.
Quelle: Staatsarchiv Bremen


3. Januar 1941

Beim 42. Luftangriff auf Bremen bleiben auch Teile des Neustadtsgüterbahnhofs nicht verschont. Beschädigt sind vor allem Lagergebäude, unter anderem die der damals dort ansässigen Firma Gebr. Stute. Fotografisch dokumentiert hat das in der Zeit der Bremer Fotograf Walter Cüppers, der als „amtlicher Bildberichterstatter“ im behördlichen Auftrag die Schäden auf Fotos und Filme bannte.
Quelle: Staatsarchiv Bremen.


28. Juni 1942

Nach dem 93. Luftangriff auf Bremen im Sommer 1942 brennen auf
dem Gelände des Neustadtsgüterbahnhofs Kohlen- und Öllager
lichterloh.
Quelle: Kulturhaus Walle Bildarchiv


1945

Im Zuge der Dokumentation der Kriegsschäden nach Ende des 2. Weltkriegs wird auch der Neustadtsgüterbahnhof überflogen. Besonders betroffen waren neben Lagergebäuden die Infrastruktureinrichtungen, wie z.B. das Betriebs- und Lagergebäude der Güterabfertigung.
Quelle: Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH


50er Jahre

Auf dem Bild aus der Sammlung Maylan sind Arbeiter dokumentiert, die neben Gleisanlagen des Neustadtsgüterbahnhofs Arbeiten verrichten. Im Hintergrund sind Lagergebäude des Neustadtsgüterbahnhofs zu erkennen.
Quelle: Kulturhaus Walle Bildarchiv, Slg. Maylan


60er Jahre

Wahrscheinlich aus den 1960er Jahren stammt diese Aufnahme mit Blick auf einen Teil des Güterbahnhofsgeländes.
Quelle: Kulturhaus Walle Bildarchiv, Slg. Maylan


2018

Als Peper & Söhne das Gelände am Neustadtsgüterbahnhof ankauft, sind es die dort ansässigen Mieter, darunter Künstler, Planen-Hersteller, Baustoffhändler, Tankstelle und Gastromonie, die das Gelände mit Leben füllen. Große Bereiche des Areals allerdings liegen seit vielen Jahren ungenutzt brach und wuchern zu.


2020

Nach umfangreichen Aufräum- und Abrissarbeiten ist das Gelände am Neustadtsgüterbahnhof nun sichtbar bereit für die Zukunft.
Die ansässigen „Altun… Mein Döner“, ARAL, Spedition „Heinrich Langhorst“ und „Hanseatic Baustoffe“ sind selbstverständlich weiterhin am Neustadtsgüterbahnhof beheimatet und für ihre Kunden da.


Die Zukunft

Das Gelände wird zu einem hochwertigen gewerblichen und urbanen Standort entwickelt werden. Mit Unterstützung der Planungsbüros Westphal und BPR werden in enger Abstimmung mit der Stadt neue Erschließungs- und Nutzungsideen partnerschaftlich diskutiert. Ziel ist, zunächst das Baurecht für den ersten Bereich A zu schaffen. Die Vision von Peper & Söhne ist es, das innenstadtnah gelegene Areal mit unterschiedlichen Nutzungen zu einem stimmigen und hochwertigen Gesamtkonzept zu realisieren.